Grenzen setzen notwendig?

In den letzten Monaten begegnet mir bei vielen Frauen ein ähnliches Bild: Die linke Schulter fühlt sich fest an, verspannt, manchmal schmerzhaft, als würde sie etwas festhalten.
Unser Körper spricht oft eine leise, aber ehrliche Sprache. Er zeigt uns, wo wir zu lange getragen haben, wo wir stark waren, wo wir gegeben haben – manchmal über unsere eigenen Grenzen hinaus.

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen spüren, dass sich etwas wandelt. Ein neues Bewusstsein für unsere Erde entsteht, für Achtsamkeit, für den liebevollen Umgang miteinander und mit den Ressourcen unseres Planeten. Viele von uns beginnen zu fühlen, dass das Leben mehr Balance möchte: zwischen Geben und Empfangen, zwischen Tun und Sein.

Gerade wir Frauen tragen oft eine tiefe, natürliche Fähigkeit in uns zu geben – Fürsorge, Aufmerksamkeit, Liebe. Über Generationen hinweg haben wir gelernt, für andere da zu sein, zu halten, zu unterstützen.
Doch vielleicht ist jetzt auch eine andere Bewegung eingeladen:
das Empfangen.
Empfangen von Unterstützung.
Empfangen von Liebe.
Empfangen von Momenten der Ruhe und der Fülle.

Manchmal erinnert uns der Körper sanft daran, dass wir nicht alles allein tragen müssen.
Ich möchte dich deshalb zu einer kleinen Meditation einladen.
Eine Übung, um das Empfangen wieder zu üben:

Schließe für einen Moment die Augen.
Atme ruhig ein und aus.
Spüre den Raum um dich herum.
Spüre den Boden unter deinen Füßen.
Und dann stell dir vor, dass du nichts tun musst.
Dass das Leben gerade zu dir kommt.
Mit jedem Atemzug darfst du etwas empfangen:
Ruhe.
Wärme.
Unterstützung.
Liebe.
Erlaube dir, für einen Moment einfach da zu sein.
Spüre die Fülle dieses Augenblicks.
Spüre, dass du getragen bist.
Dass du geliebt bist.
Und dass du gewählt bist – genau so, wie du bist.

Und wie fühlst du dich jetzt?